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Kampfsport
Boxen
Boxen ist eine Sportart bei der zwei Personen aus der gleichen Geweichtsklasse gegeneinander kämpfen.
Im Boxen ist im Vergleich zu anderen Kampfsportarten es verboten mit dem Knie oder anderen Körperteilen zu Kämpfen. Es wird nur mit den Fäusten geboxt.
Die Faust muss beim Schlagen geschlossen sein und der Angreifer darf nur Körperteile oberhalb der Gürtellinie treffen.
Die Punktrichter verteilen Punkte für diese Schläge. Trifft ein Boxer seinen Gegner jedoch an einem anderen nicht erlaubten Körperteil gibt es Punktabzug und im schlimmsten Fall sogar ein Disqualifizierung des Angreifers.
Schläge gegen den Arm oder die Handschuhe des Anderen sind zwar erlaubt, zählen doch nicht als Punkt.
Es kommt immer wieder zum Klammern im Boxen welches von Boxern entweder als Pause oder in ungünstigen Lagen, als Gewinn einer neuen Situation genutzt wird.
Gekämpft wird in einem quadratischen Ring, welcher von drei oder vier Seilen gestärkt wird.
Der Ringboden ist elastisch und mit Zeltplane bespannt. In den Ecken befinden sich zwei weiße, ein rotes und ein blaues polster.
Der Begriff Boxring besteht schon seit dem 14.Jahrhundert und symbolisiert den Ring/Kreis den die Zuschauer um die Boxer machen.
Verloren hat ein Boxer wenn er nach dem er gefallen ist nicht innerhalb von zehn Sekunden wieder aufsteht, aufgibt in der Symbolik eines weißen Handtuches, die Ärzte vor Ort entscheiden, dass ein Boxer nicht weiter kämpfen kann oder nach Ablauf der 12 Runden und der schlechteren Punktzahl. Erscheint ein Boxer am Anfang nach aufrufen seines Namens innerhalb von drei Minuten nicht im Ring, so hat der kampfbereite Gegner gewonnen.
Die ersten nachgewiesenen Faustkämpfe zum Zwecke der Unterhaltung von Menschen fanden bereits 3000 v. Chr. in Ägypten statt.
Capoeira
Capoeira ist eine aus Brasilien stammende Kampfsportart, die nahtlos Tanz, Akrobatik, Musik und Kampfsport miteinander verbindet. Sie ist gleichzeitig Spiel, Sport und Kampf.
Es wird ein Kreis von Menschen gebildet - „Rondo“ (Wagenrad) genannt. Dieser schließt jeweils 2 Kämpfende ein, die von den Menschen angefeuert werden. Die Geschwindigkeit und den Takt geben Musiker im Kreis vor, mit typischen Instrumenten (später mehr). Capoeira wird häufig mit heimlichem Wiederstand assoziiert, mystifiziert und dient heute wie damals zur Entwicklung der Selbstbehauptung vor Anderen und sich selbst. Um Capoeira zu beherrschen ist viel Training, Ausdauer und Geschicklichkeit nötig – dennoch ist diese Sportart für fast jeden geeignet und bietet durch seine Vielfältigkeit einen Ausgleich zur Arbeit und schafft auch insgesamt Ausgeglichenheit. Traditionell sind Capoeira-Kämpfer in weißes Leinen (Hose und T-Shirt) gekleidet, um die Kunstfertigkeit der Träger zu unterstreichen, die mit Ihrer Kleidung kaum den Boden berühren. Beliebt sind aber auch T-Shirts in „brasilianisch-grün oder -gelb“, natürlich aus Sympathie zu Brasilien.
Capoeira ist ein „global Player“, von Zeit zu Zeit wird es in den Fußgängerzonen großer Städte in Europa von Capoeira-Gruppen „aufgeführt“, wie Breakdance, Jonglieren oder Musizieren. Dies um für den jeweiligen Verein zu werben, oder einfach aus Spaß. Vor allem 17-30 Jährige werden dadurch angezogen, da es sehr kommunikativ ist. Es stellt sich oft der beliebter Show-off-Effekt ein, wenn 2 oder 3 Sportler dies auf den Stadtwiesen üben, da es sehr beeindruckend aussieht.
Muay Thai
Einige Quellen berichten, dass Muay Thai oder auch Thaiboxen genannt seine Ursprünge schon 1560 hatte. Fest steht aber, dass Muay Thai zu den ältesten Kampfsportarten gehört.
Wie es genau zu der Sportart kam ist nicht ganz klar. Fest steht jedoch, dass sich Muay-Thai aus den alten Kriegskünsten der thailändischen Soldaten entwickelt hat.
Die Krieger benutzten wenn Schwerter und Speere nicht einsetzbar waren ihre Fäuste, Beine und Ellenbogen. Die Techniken im Muay Thai basieren auf den Bewegungen verschiedenster Tiere.
Früher fertige man aus Kokusnussschalen den Tiefschutz und man benutze Handbandagen umd die Hände zu schützen.
1921 fand der erste Ringkampf statt und erst acht Jahre später benutzten die Kämpfer Handschuhe.
Als Zeitmaß für einen Durchgang galt bis 1929 eine Kokosnussschale, welche ein Loch hatte und ins Wasser gelegt wurde. Ging die Schale unter, war der Durchgang beendet. Ab diesem Jahr wurden festgelegte Rundenzeiten eingeführt, je nach Gewichtsklasse zwischen 2×2 Minuten bis maximal 5×3 Minuten.
Nach dem zweiten Weltkrieg und Einführung von festen Regeln nahm die Begeisterung an dem Sport deutlich zu.
Durch das Vorurteil des „Haudraufsports“ fand der Sport viele Kritiker.
Es entstanden viele unabhängige Verbände, welche immer wieder im Streit miteinander lagen. Die Streitereien fanden erst ein Ende, als die Regierung 1995 den World Muay Thai Council (WMC) gründete. Weltweit unterstehen nun alle Muay-Thai Verbände dieser Organisation.
Zum ersten offiziellen Titelkampf kam es am 26. Juni 1995. Da gegenwärtig viele Muay-Thai-Schulen ihre Kämpfer nur noch dazu anhalten, im Ring gute Wetteinsätze zu erzielen und zu gewinnen, rückt der traditionelle Stil immer stärker in den Hintergrund.
Der Kampfstyl im Muay Thai ist sehr aggressiv. Es wird mit fast allen Körperteilen gekämpft. Die für Muay Thai bekannteste Technik ist der Kick mit dem blanken Schienbein, meist auf den Oberschenkel oder Rippenbereich gezielt.
Je nach Reglement und der Profistufe des Kämpfers sind auch Knietritte zum Kopf des Gegners zulässig. Dabei darf der Kopf des Gegners mit den Fäusten Richtung Boden gezogen werden.
Eine weitere bekannte Technik ist das Clinchen. Hierbei halten sich die Gegner im Stehen, versuchen sich aus dem Gleichgewicht zu bringen und treten mit den Knien gegen den Oberkörper oder die Oberschenkel ihres Gegners.
In Thailand sind Muay Thai Boxer Idole und angesehene Sportler. Es wird auch oft Geld auf den Gewinn eines Kämpfers gesetzt.
Thaiboxen wird aus verschiedensten Gründen ausgeübt. Motive sind Fitnessgründe, Selbstverteidigung oder der Wettkampfsport an sich wie die Kampfkunst.
Zu erwähnen ist jedoch noch dass nicht alles erlaubt ist.
Kopfstöße, das Nachschlagen wenn der Gegner am Boden liegt oder kniet und Schlag oder Tritttechniken gegen den Hinterkopf, das Knie sowie den Unterleib des Gegners sind verboten.
Sumo Ringen
Sumo Ringen ist eine sehr alte Sportart und Tradition aus Japan und ist dort so beliebt wie zum Beispiel Fußball in Deutschland. Sumo Ringen ist darüber hinaus Nationalsport.
Die Ursprünge des Sumo Ringens gehen bis in das Japanische Altertum zurück, wo schon Götter Ringkämpfe um Ländereien ausgetragen haben sollen. Daher wurde das Sumo Ringen auch im Japanischen Mittelalter vom Adel sehr geschätzt. Wer ein guter Sumo Ringer war, sicherte seiner Familie hohes Ansehen und Wohlstand.
Neben den einfachen Grundregeln, gibt es spezielle Regelungen für verschiedene Siegestechniken. Der Japanische Sumo Ringer Verband hat im Moment 82 Unterregeln, die jedoch für das genießen des Ringkampfes vom Zuschauer nicht gewusste werden müssen.
Die Siegestechniken sind unterschiedlichster Herkunft. Einige Würfe kommen aus dem Judo. Es gibt also für den Sumotori sehr viele Möglichkeiten, seinen Gegner zu bezwingen. Natürlich können auch Hebel benutzt werden.
Verboten neben diesen Grund- und Unterregeln, sind die Kinjite ("Verbotene Griffe"), also Würgen, Haare ziehen, Umbiegen der Finger, Griffe in der Schrittgegend, Treten, Eindrücken der Augen sowie Faustschläge und Schläge auf beide Ohren gleichzeitig.
Vor jedem Sumo-Kampf streuen beide Sumotori eine Hand voll Salz in den Ring. Dadurch soll das Feld gereinigt werden. Dies ist darauf zurückzuführen, das Salz eine reinigende Wirkung haben soll und das Böse angeblich abwehrt. Dies gibt es auch in anderen Kulturen. Einen Praktischen Nutzen hat das Salz beim Sumo-Ringen nicht.
Das Sumo-Ringen an sich gibt es wie unter Geschichte schon erwähnt als Brauch schon sehr lange in Japan. Große Entscheidungen wurden durch einen Sumo-Kampf im Ring entschieden. Beispielhaft hierfür ist unter anderem der Kampf zwischen dem Anführer der japanischen Rasse und dem Anführer einer verfeindeten Rasse. Gewonnen hat der Japanische Anführer, was später den Glauben der Japaner die überlegen Rasse zu sein, untermalt.
Taekwondo
Wie in vielen Ländern, aus denen Kampfsportarten hervorgegangen sind, gibt es auch in Korea eine Jahrhunderte alte Tradition der Kampfkünste.
Entstehung und Entwicklung des Taekwondo im 20. Jahrhundert
1910 wurde Korea nach der Joseon-Dynastie von Japan annektiert. Kultur und Geschichte Koreas, wurde systematisch unterdrückt und verboten. Das galt auch für traditionelle koreanische Kampfarten wie Taekgyeon und Ssireum.
Die 5 Ursprungsstile
Nach der Unabhängigkeit Koreas im Jahr 1945 kehrte eine Handvoll Koreaner zurück, die im Ausland, also in Japan und der Mandschurei, vor allem japanisches Karate gelernt hatten. Sie eröffneten die 5 ursprünglichen Kampfkunst-Schulen, aus denen später das Taekwondo entstehen sollte:
• Lee Won-Kuk hatte Shotokan-Karate bei Gichin Funakoshi gelernt und begann bereits 1944, Dangsudo in seiner Schule, dem Cheongdo-Kwan („Halle des wahren Weges“) in Seoul, zu unterrichten. Lee flüchtete 1953 aus politischen Gründen nach Japan und emigrierte 1976 in die USA.
• Hwang Ki lernte ab 1936 in der ebenfalls japanisch besetzten Mandschurei vermutlich Karate, auch wenn er den Stil später als einen chinesischen ausgab. 1945 gründete er in Seoul den Moo Duk Kwan (etwa „Halle der Kampftugenden“). Seinen Stil nannte er zunächst ebenfalls Dangsudo, später dann, in Korea, Subakdo. Auf internationaler Ebene behielt er den Namen Dangsudo (geschrieben „Tang Soo Do“, abgekürzt TSD) bei, unter dem sein Stil vor allem in den USA heute noch betrieben wird.
• Chun Sang-Sup hatte Judo und Karate während seines Studiums in Japan gelernt und schloss sich 1946 dem Yeonmu-Kwan an, der größten Seouler Judo-Schule, wo er neben Judo auch Gongsudo unterrichtete. Chun gilt als im Korea-Krieg verschollen. Seine Schüler änderten den Schulnamen daraufhin in Jido-Kwan („Weg der Weisheit“).
• Yoon Byung-In kehrte als ranghöchster koreanischer Karateka aus Japan zurück, wo er bei Kanken Toyama (Shudokan-Stilgründer) den 5. Dan im Shudokan-Karate erreicht hatte. Er soll in der Mandschurei auch Kwon Bop (chinesisches Quanfa/Kung fu) gelernt haben.
Ebenfalls 1946 gründete er den Changmu-Kwan im Seouler YMCA und nannte seinen Stil (vermutlich aus politischen, das heißt anti-japanischen Gründen) Kwon-Bop („Faustmethode“). Yoon wurde vermutlich während des Korea-Krieges nach Nordkorea verschleppt.
• Ro Byung-Jik hatte zusammen mit Lee Won-Kuk Shotokan-Karate bei Gichin Funakoshi gelernt und trug bei seiner Rückkehr den 1. Dan. Seine erste Schule gründete er bereits vor der Unabhängigkeit in Kaesŏng im heutigen Nordkorea, zog aber mangels Erfolg 1946 nach Seoul und eröffnete dort den Seongmu-Kwan (abgeleitet von „Seong Do Kwan“, der koreanischen Aussprache des japanischen Shotokan).
Die 5 Ursprungsstile basierten also auf die eine oder andere Art auf Karate und wurden deshalb den Menschen als koreanisches Karate vorgestellt.
Die Taekwondo-Verbände
Nach dem Koreakrieg prägten viele Militärs, insbesondere Choi Hong-hi, der als Urvarter des Taekwondo gehandelt wird, das Taekwondo. Es wurden verschieden Verbände gegründet (beispielsweise die Korean Taesoodo Association [KTA]) und wieder zerstritten bis die „Internationale Taekwondo Federation“ (ITF) gegründet wurde. Dieste spaltete sich wieder in die „World Taekwondo Federation“ (WTF) auf.
Seit 1980 gibt es Taekwondo bei den Olympischen Spielen, seit dem Jahr 2000 ist Taekwondo eine vollwertige Disziplin.
Auf den Seiten der gewerbeauskunft-zentrale.de stellt ihnen die GWE Wirtschaftsinformations GmbH eine Vielzahl von Kontakten zur Verfügung wo auch Sie den richtigen Ansprechpartner hierfür finden.
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